Adam
Zieliński ist Erfolg gewöhnt.
Dennoch war er überrascht, wie begeistert sein neuer Roman
"Wien. Ein Fall"
vom Publikum aufgenommen wurde. Sein Verleger Lojze
Wieser aus Klagenfurt / Celovec lud für den 10. März
2003 zu einer stimmigen Präsentation in Richard Jursts Antiquariat "Buch
& Wein" ein, die von Rembert
J. Schleicher arrangiert wurde. An die 150 Gäste
kamen und für mehr war auch beim besten Willen nicht Platz. Auffallend
war das Interesse auch jüngerer Leserinnen und Leser. Es kam aber auch
viel Prominenz, u. a. Alt-rektor und PEN-Club Präsident Wolfgang
Greisenegger, Direktor Prof.
Dr. Marian Hermann von der Polnischen Akademie der
Wissenschaften in Wien, Generalkonsul Zbigniew
Zaręba und Konsul Andrzej
Kuźma von der Polnischen Botschaft, die Autorinnen
Beatrix Schiffer und Marie-Theresa
Arnbom, der Literaturwissenschaftler
Prof. Dr. Bonifacy Miązek, die Slawistin Barbara
Kühnelt-Leddihn und ihr Ehemann Erich, Erfolgsautor
Anton Neumayer, "Holzhausen"-Verlagsleiter
Heribert Steinbauer sowie
Lukas M. Vosicky,
der Adam Zieliński eine Woche zuvor in Klausenburg (Cluj-Napoca) dem rumänischen
Publikum vorgestellt hatte. Die Präsentation eines Wien-Romans, zumal
eines politischen und kulturkritischen, kann natürlich nicht ohne Gesang
und Wein über die Bühne gehen. Das Duo "Die
Strottern" (Klemens
Lendl und David Müller) verstand es, mit dem richtigen
Wiener Lied an der richtigen Stelle das Publikum in eine adäquate Stimmung
zu bringen; dazu passend ein Blauer Zweigelt als Vin d`honneur. Zunächst
las Adam Zieliński mit seinem unverwechselbaren polnisch-galizischen Akzent
eine kurze Passage aus seinem Roman, um dann seinem Autorenkollegen
Miguel Herz-Kestranek das Mikrophon
zu überlassen, der im geforderten Wiener Tonfall ein Schlüsselkapitel
aus "Wien. Ein Fall"
zu Gehör brachte. (Dieser Hörgenuss allein hätte den Besuch des Abends
bereits vollends gerechtfertigt.) Originell und gescheit wie erwartet
fiel Roland Girtlers
Kommentar zum Buch aus, der für sich dafür sozusagen als Feldforscher
am Schauplatz der Ereignisse des Romans in der Sieveringer Mitterwurzergasse
bei einem Heurigen kundig gemacht hatte. Lojze
Wieser brauchte das Publikum gar nicht mehr zum Kauf
des neuen Zieliński-Romans anregen: Die Bücher gingen wie die warmen Semmeln.
(Wie die Redaktion von Austropol in Erfahrung bringen konnte, wird "Wien.
Ein Fall" demnächst unter dem Titel "Wiedeńczycy"
in Breslau erscheinen. Wir werden berichten.) |